27.08.2006
Schöne Winterzeit
Schnee fiel hernieder
tanzte herum
kalt war die Zeit
der Winter längst da
und die Dunkelheit schon so früh am Tage
Nur noch warm ihr Herz
ließ die Tränen nicht frieren
früher Abend war’s
weit weg von zu Haus
ging sie spazieren
Sie liebte ihn noch
doch sein war sie schon lang nicht mehr
verlassen hatte er sie
ließ sie ganz allein
ihr Leid war noch immer schwer
Die Tränen, die brannten
waren trotz Herzenswärme so kalt
er hatte sie vergessen
war es doch schon Jahre her
und ihre Flehen in seinen Ohren längst verhallt
Wie viel Zeit mag vergehen
bis sie endlich einen andren liebt?
Wie viel Schneeflocken mögen tanzen
leise durch die schöne Winterzeit
bis es für sie endlich wieder einen neuen Prinzen gibt?
Zwei Kinder, die spielten
gleich neben ihr, am Wegesrand
sie lachten, waren munter
„Nach Hause ihr beiden, zu eurer Mutter!“
da hatte sie seine Stimme erkannt
So sieht sie ihm nach
und ihm folgen die beiden
hatte er ihr nicht einst zwei Jungen versprochen
mit blauen Augen und goldenem Haar?
Warum nur ließ er sie so leiden?
Sie legte sich nieder
auf den Boden voll Schnee
und als sie dann jämmerlich zu weinen begann
und Gott um seine Gnade bat
half ihr der Winter mit seiner kalten Armee
Drei Tage darauf...
zwei Kinder wieder spielten da
und fanden tot eine Frau
und der Vater wusste genau
das dies seine einzige Liebe war
Schnee fiel hernieder
tanzte herum
kalt war die Zeit
der Winter längst da
und die Dunkelheit schon so früh am Tage
Annette Juretzki im Jahre 2001
14:30 Veröffentlicht in 2001 | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
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Veröffentlicht von: Cailyn | 09.11.2006


