31.07.2006
Gier
Purpurne Stränge
fest verankert
in dem, was du Seele schimpfst
zerren stetig
zerreißen alles
...und die Gier
ist was noch lebt
Grelle Blitze
blindes Toben
und nur das beißende Parfum deutet den Tag
bis alles zersplittert
ins süße Dunkelrot
...ist’s die Gier
was noch einzig lebt
Dröhnende Gedanken
schrilles Jaulen
nach den heißen Erinnerungen mit dir
bis ich nun schmerzhaft verloren
ins finstre Dunkelblau
...und nur die Gier ist’s
was noch lebt
Zermahlende Hoffnung
zügelloses Verlangen
nach wenigstens deinem Seelenfrieden
bei beißender Luft
ist der glänzende Stahl
meine einzige Lösung
der lebenden Gier
Annette Juretzki im Jahre 2002
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30.07.2006
Das letzte Geschenk
die sterne leuchten
strahlen heller
um zu schützen
Was Doch Nie Um Schutze Bat
und die vögel
zwitschern helle
warnen heiter
Wo Doch Nie Eine Warnung Gewollt
die flüsse weinen
bittre tränen
Wo Doch Nie Nach Tränen Verlangt
und bunte blumen wachsen rankengleich
wie ein einziger irrgarten
Wo Doch Eine Verzögerung Keinen Anderen Gedanken Hervorbringt
„Kind, junge Kind, gebe acht
du hast nur ein Herz zu verschenken.“
sagt die alte weide
Wo Doch Alle Worte Vergebens
„Und du wirfst es ausgerechnet
dem Ersten zu Füßen,
dessen Lächeln du zu erfassen vermochtest.“
Annette Juretzki im Jahre 2002
14:40 Veröffentlicht in 2002 | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
Endlich
So, das wäre geschafft. Ich hab ein Impressum, mein altes Gästebuch ist wieder da und eine hübsche kleine Auswahl meiner Texte steht euch auch schon zur Verfügung. Außerdem hab ich dafür gesorgt, dass ihr in nächster Zeit täglich einen neuen Text erwarten dürft. Ich finde, ich kann stolz auf mich sein. Und hoffentlich geht es diesem Blog besser als meiner alten Seiten^^.
Für die Zukunt hab ich noch einen Rollenspiel-Bereich geplant, dort werdet ihr auf jeden Fall neue Professionen für DSA4 finden. Aber erstmal will ich meine Semesterferien genießen, und bald steht auch meine Vordiplomsprüfung an.
Auf bald,
Annette
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29.07.2006
Geliebter
Gelächeltes Kerzenflackern
Mondschatten in den Augen
Düstre Worte fürs leichte Leben
Gebrochene Herzen in weiter Ferne
Ölige Körper sich umschließen
Vergessen das Wesen dieser Zeit
Vergessen die Nacht
Geküsste Hoffnung
Gehoffte Zukunft
Ein Leben hat keine Relevanz im Schatten der Kerzen
Dein Lächeln ist der Geist der einen Nacht
Annette Juretzki im Jahre 2002
14:35 Veröffentlicht in 2002 | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
28.07.2006
/Frühlingsanfang
Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten das weiche Rot aus dem Boden, welches von sanftem Weiß friedlich empfangen wurde. Kleine Blümchen konkurrierten um die Prächtigste von ihnen, während die wahren Blumen ignorierend in ihrer Herrlichkeit zum Himmel emporstiegen um sich dem Frühling aufs Neue als Geliebte anzubieten. Entzückendes Lächeln des warmen Tages strich sanft den noch leicht kühlen Wind hinfort, denn die Zeit des Verliebens und des Glücklichseins schlich sich langsam in die hoffenden Gedanken.
Was für eine Drecksschlampe! Was denkt die sich eigentlich? Die lässt doch jeden ran, JEDEN! Nur mich nicht! Die Nutte hat doch schon alle Schwänze in ganz Villingen gehabt. Wer so aussieht, der will doch auch gefickt werden! Der werd’ ich’s schon zeigen was es heißt, mich abzulehnen. Wenn ich erst mal mit der fertig bin wird die noch drei Tage danach nicht mehr laufen können. Weiber wie die wollen ja immer, dass man’s ihnen richtig hart besorgt.
Die blumige Pracht war kaum zu bezwingen, eine farbenfrohe Wildheit stürzte sich gierig auf die Verbrecherin die es wagte, einige von ihnen zu stehlen und weitere schwer verletzt und gebrochen zurückzulassen. Doch der Frühling liebte es, wenn man seine Gespielinnen mit ihrer Schönheit gefügig machte, ihnen zeigte, dass nie geschützt waren. So wurden sie erst gar nicht so arrogant sich ihm zu verweigern.
Das Lied der Verbrecherin gefiel dem Frühling so sehr, dass er beschloss eine seiner ersten warmen Brisen einzig für sie zu senden; und kitzelnde Sonnenstrahlen färbten eifersüchtig ihr langes Haar in ein kostbares Gold.
Fuck, da is’ sie ja! Ist die Schlampe wieder auf’n neuen Schwanz geil, oder was? Dann werd’ ich’s ihr jetzt mal so richtig besorgen. Jetzt wird die Schlampe nix mehr von nein sagen, die ist doch so spitz, dass sie’s sich gleich selbst macht.
Hey Süße, hier kommt dein Traumtyp! Komm schon, ich werd’ dich jetzt ficken wie kein Zweiter! Wie, ich soll mich verpissen? Is’ das schon wieder so’n Scheiß-Spiel von dir? Ich seh’ doch, wie scharf du bist! Halt’s Maul Schlampe, ich sagte dir, ich wird’ dich ficken, dann fick’ ich dich auch! Gib’ doch zu, dass du nur’nen richtigen Schwanz brauchst. Was wehrst du dich denn so, du wirst doch auch auf deine Kosten kommen! Gib’s doch zu, dass du’s willst!
Empört senkten des Frühlings Geliebten ihre Häupter über die beiden Verbrecher, wie sie es so oft auch mit Liebenden tun. Warum nur mussten sie alle ihr Vergnügen auf dem Rücken der heranreifenden Schönen erleben? Die kitzelnden Sonnenstrahlen versuchten alles zu bedecken, doch sie reflektierten nur strahlende Schönheit und zwei Verbrecher im Schatten. Die Mörder von Blumen und Blümchen maßten sich sogar an, die Stille des Vogelgesangs zu durchbrechen, den sanften Frühlingswind zu ignorieren. Selbst der Frühling verlor sein Interesse an dem goldenen Engel, da dieser selbst auch ihn aus den Gedanken verdrängte. Und die herrlich-farbenden Schmetterlinge, die anfänglich zögernd den Verbrechern bei ihren schandhaften Taten zusahen, flogen hinfort, da sie sich nicht wagten zu stören.
Warum kann die Schlampe nicht endlich mit dem Schlagen aufhören? Die steht wohl drauf; dacht’ ich’s doch, dass sie’s hart haben will. Ja, das gefällt dir, was? Hattest wohl schon Schmacht nach ‚nem vernünftigen Schwanz! Fuck du Nutte, jetzt hör’ mal mit den Spielchen auf und mach die Beine breit! Du bist doch geil auf mich, warum also so zickig? Was stöhnst’n so, nicht so ungeduldig Süße, gleich hast’n ja drin! Aber halt’s Maul, sonst stört uns noch irgendwer, wegen so’ner Scheiß-Nutte will ich keinen Stress. Wow, wackeln deine Titten geil wenn du so zappelst; is’es ja fast wert die weiter Spielchen spielen zu lassen. Wenn du jetzt schon so rumstöhnst, wie wirst du erst abgehen wenn ich dich ficke! Du willst es jetzt, nicht? Dann besorg’ ich’s dir jetzt auch! Ja, das gefällt dir, was? Stöhnst ja fast als wärste schon am Anfang gekommen. Doller soll ich? Boah, gehste ab! Das haste nun davon, dass du gestern nein gesagt hast! Ja, vom ficken kriegste nicht genug, was? Und erst recht nicht von mir! Aber halt’s Maul oder ich schlitz’ dich auf! Was soll das Geheule? Biste gekommen, oder was? Weiber heulen doch immer wenn’s gut war. Und das hier war richtig geil! Ich will dich morgen wieder ficken, Süße! Keine Sorge, ich weiß, ab jetzt lässt du mich immer ran. Los sag’s Schlampe, dass du noch geil bist. Sag’s oder ich schlitz’ dich auf! Wust’ ich’s doch! Und wenn du schon so geil fickst, wie wirst du dann erst blasen? Das zeigste mir ja morgen, und wenn nicht, dann wird dein kleiner Verlobter schon zu Hören bekommen, was für eine Schlampe er da heiraten will.
Die prachtvolle Herrlichkeit richtete ihre Schönheit langsam wieder auf, als einer der Verbrecher den Tatort verließ. Einige Blumen und Blümchen versuchten sich zu erheben, doch die meisten waren gebrochen unter der Last des Geschehenen. Die Verbrecherin japste den Boden feucht mit saurem Regen, und nur die kitzelnden Sonnenstrahlen versuchten wieder zu spielen, doch sie fanden nur verschmutztes Katzengold.
Annette Juretzki im Jahre 2002
14:30 Veröffentlicht in 2002 | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
27.07.2006
Freiheit
Das war also das Ende. So sah das also aus. Irgendwie... leer...
Dafür haben sie gekämpft? Alle vier sind sie gemeinsam aufgebrochen, hinaus in die Freiheit. Sie haben einfach die Unterdrückung hinter sich gelassen, das System bekämpft. Nach und nach sind sie gefallen, und der letzte hat ihr das Leben gerettet. Für die bessere Welt, hinter den Mauern.
Und die Mauern sind weit hinten. Sehr weit...
Ob sie diese Welt meinten? Ist das hier jetzt die gelobte, freie Welt?
Ruinen... Stumme Zeugen einer alten, vielleicht freien, Welt. Der Boden ist tot. Festgestampft vom Zerfall einer sterbenden Menschheit. Die aber noch lange nicht aufgegeben hat! Hat sie doch nicht, oder?
Freiheit... Das soll also Freiheit sein. Alles tun und lassen können was man will, weil sowieso keiner da ist um es verhindern zu können. Und weil es im Grunde auch völlig egal ist. Niemand war mehr draußen, die letzten sind vor Jahrzehnten gestorben, mit dem Land. Die Ruinen würden nicken, wenn sie nur könnten. Stattdessen bröckeln sie nur.
Wer leben will, der muss in den Megaplex. Pah! Alles Lüge! Alles leere Propaganda! ... Und wenn es wahr ist? Wenn wirklich alles hier tot ist? Aber sie sind doch nicht umsonst gestorben? Er hatte ihr doch das Leben gerettet, für ihre Liebe sollte sie ein besseres Leben leben, ein freies. Eins, dass sie verdient hatte!
Und wenn das einzige Leben im Megaplex war...
Es war alles so still... tot... Sie stand auf, blickte zu den gewaltigen Mauern weit hinter sich. So hässlich waren sie doch gar nicht... Ein gewaltiger Käfig, der das Leben versklavte. Aber wenigstens erlaubte er Leben... wenigstens war er nicht tot...
Die ersten Schritte waren hart, trockner Staub brannte unter den Füßen. Heimwege waren leicht, so hieß es. Alles Lüge, alles Lügen... aber sie mussten sein.
Annette Juretzki im Jahre 2003
13:07 Veröffentlicht in 2003 | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
Engel
Einsamkeit
Glänzend Gefieder
Sonnenglänze
spiegelt sich selbst
und Seine Macht
Im grandiösen Zauber
und Schatten der Feuer
und Wasser
einer neuen
alten
Welt
zu richten
zu siegen
zu gleiten
zu singen
zu Seiner Macht Ehren
soll reines Blut
im Dampfe der Asche
das Siegel der Qualen sein
die Zeiten zu leben
In ewigen Zeiten
den Glauben besiegen
Bis zum neuen, wahren Leben
oder bis das letzte Siegel bricht
Annette Juretzki im Jahre 2002
Dieses Gedicht hab ich zum Rollenspiel "Die Chroniken der Engel" geschrieben.
13:04 Veröffentlicht in 2002 | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
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26.07.2006
Endlicht
Ewigliches Feuer
wird überzogen von Eis
und was bleibt
ist nasses Glühen
das langsam erkaltet
Heller Stern
mischt sich ins Schwarz
und was bleibt
ist leichtes Grau
vom Nachthimmel verschluckt
Sanfte Berührungen
werden zum kalten Prickeln
und was bleibt
ist eine letzte Erinnerung
an den Anfang
Annette Juretzki im Jahre 2002
18:31 Veröffentlicht in 2002 | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken


