13.08.2006

Mondin

Dein süßer Atem kündet mir von weichen Schwingen,
und schwarze Blumen aus der grauen Seele ragen
in meinem Haar verflochten leis nach Sehnsucht klingen,
den Wind beim Sommertanz nach Freiheit fragen.

Lass mich lächelnd in deinem Nebelsee ertrinken,
zu Geigenklang im Feuermeer mein Leben dir verschenken,
und ganz im fremden Silbergeist schutzlos versinken,
nur leeres Gold kann fades Fleisch in altem Blut ertränken.

Annette Juretzki 2005

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25.07.2006

Dämmerung

Von blau ins Dunkle -
Sonnenknospen zerstechen
das finstere Tuch

Annette Juretzki im Jahre 2005

11:00 Veröffentlicht in 2005 | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken

24.07.2006

Agapenklang

Ach Dea, welchem See bist du entstiegen?
Genährt vom Wind, getränkt vom Sommerregen,
und selbst der Herbst gab Rot um dich zu pflegen,
derweil in Demut Röslein neidvoll schwiegen.

Das reine Licht schmückt sich mit deinem Lachen.
Vom Scheitel an schlägt Sternenmeer die Wellen,
und Rosenblätter um den Mund dir quellen,
links Sonn’, rechts Mond dein Augenlicht entfachen.

An deine Pracht, ich Elender, und Zierde
verlor ich mich und schlechteste Begierde
erschuf mein Lied, Gesang und leere Worte.

Was hat die leichte Melodie getrieben,
zu glauben, du würd’st einen Barden lieben,
wenn dir zur Ehr’ sein letztes Lied verdorrte.

Annette Juretzki im Jahre 2005

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